Auf dem Weg der deutschen Kaiser und Könige
Auf der Wanderung legen wir Anstiege von insgesamt rund 540 Höhenmetern zurück – und ebensolche Abstiege. Mit 22km handelt es sich um eine recht lange Strecke, die – bis auf das steilste Wegstück zum Agnesberg zu Beginn der Wanderung – auch sehr gut für Radfahrer geeignet ist.

Wegearten
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Wernigerode Tourismus GmbH, Marktplatz 10, 38855 Wernigerode, Tel. 03943/5537835info@wernigerode-tourismus.de
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Start
Ziel
Wegbeschreibung
Unseren eigentlichen Weg verlassen wir schon kurz nach dem Efeuhaus wieder - der Weg geht nach links hoch. Wir folgen dem Weg weiter nach links und nehmen dann nicht den ersten, sondern den zweiten Weg auf der rechten Seite (Annaweg) hoch Richtung Agnesberg. Der Annaweg – auf dem wir nun viele Kilometer unserer Wanderung zurücklegen werden – ist ein Teil des Weges Deutscher Kaiser und Könige. Er erhielt seinen Namen 1885. Benannt ist der Weg nach Fürstin Anna. Ihr Gemahl Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode war ein bekannter deutscher Politiker und u. a. Vizekanzler unter Otto von Bismarck. Der Annaweg hieß noch nicht immer so. Als „Oberer Röhrenweg“ wurde er 1730 in Zusammenhang mit der Schlosswasserleitung angelegt, die aus dem Bergbaugebiet Eierberg-Hartenberg zu einem Bassin auf dem Agnesberg führte. Seit 1936 erhält das Schloss sein Trinkwasser von der damals fertiggestellten Zillierbachtalsperre. Der Weg der deutschen Kaiser und Könige wurde 1996 anlässlich des 96. Deutschen Wandertages in Wernigerode eröffnet. Er soll noch an die Epoche erinnern, als der Harz politisches und ökonomisches Zentrum zur Zeit der sächsischen und salischen Könige und Kaiser war.
Bei der nächsten Möglichkeit biegen wir links ab. Danach geht es die Treppenstufen nehmend rechts hoch. Dann biegen wir abwechseln links, rechts, links und abschließend noch einmal links ab und gelangen über diesen serpentinenartigen Weg zum Aussichtspunkt Agnesberg . Bis hierher haben wir nun bereits den steilsten Anstieg unserer heutigen Wanderung geschafft und schon 200 Höhenmeter liegen hinter uns. Dafür werden wir belohnt, denn von hier aus haben wir bei schönem Wetter einen wunderbaren Blick auf den Brocken, vor allem aber eines der Wahrzeichen der Stadt Wernigerode, nämlich das Schloss. Die von hier zu sehende Seite hat der Schlossbaumeister Carl Frühling extra für diesen Ausblick gestaltet.
Vom Aussichtspunkt geht es - mit dem Rücken zum Schloss - weiter nach rechts. Der Weg führt uns leicht bergab durch den Wald. Die Wälder um uns verdanken ihr heutiges Erscheinungsbild zum Teil Hans-Dietrich von Zanthier. Er gilt als Begründer der modernen Forstwirtschaft und wirkte hier bis zu seinem Tod 1778 als gräflicher Oberforstmeister. So steht hier heute ein artenreicher Mischwald, der im Herbst durch seine bunte Farbenpracht besticht. Wir wandern an den nächsten Kreuzungen immer geradeaus weiter - der Beschilderung „Annaweg“ folgend. Es gibt auf den nächsten Kilometern kaum An- und Abstiege. Am „Schönen Eichenplatz“ – wo es auch eine Schutzhütte gibt – folgen wir weiter dem Annaweg. Unterwegs kommen wir an einer sehr schönen Rastmöglichkeit vorbei – der Falkenbank. An diesem seit 1769 als Falkenfang bekannten Ort haben wir bei schönem Wetter von einer Bank aus eine herrliche Aussicht auf die Harzer Wälder. An der nächsten Weggabelung geht es auf dem Annaweg bzw. dem Weg deutscher Kaiser und Könige weiter. Wir wandern an der folgenden Gabelung des Weges vorbei und kommen zu einem Hinweisschild („Schlosswasserreise“). Nach dem Schild folgen wir dem Weg nach rechts. Auf dem Annaweg geht es dann mit nur leichten An- und Abstiegen wieder immer geradeaus. Bald bietet sich die nächste Rast an, nämlich am Rastplatz Zanthierstein. Graf Christian Friedrich zu Stolberg-Wernigerode ließ hier 1778, in dem Jahr in welchem er auch von seinem Vater die Regierung der Grafschaft Wernigerode übernahm, den Zanthierstein setzen. Dieser ist zum Gedenken an seinen Wanderführer und Oberforstmeister Hans-Dietrich von Zanthier gedacht. Von hier oben haben wir bei schönem Wetter einen tollen Blick auf den Brocken und Wernigerode.
Am Belle-Alliance-Platz gehen wir nach rechts – jedoch nicht den ersten Weg rechts, der bergab führt. An der folgenden Kreuzung wandern wir geradeaus weiter. Der Weg führt meist eben durch Buchenwälder. Die nächste Rastmöglichkeit wartet schon. Vom Weg aus führen ein paar Treppenstufen nach links hoch zu einer schönen Raststelle mit Blick auf Wernigerode und das Schloss. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach links auf die Schotterstraße ab und folgen so der Beschilderung des Kaiserweges bergan Richtung Elbingerode. An der folgenden Abbiegung geht es auf dem Schotterweg nach rechts weiter - leicht bergan. Wir befinden uns dann auf dem R1 (Europaradweg). Bei der nächsten Möglichkeit wandern wir nach rechts auf dem Schotterweg weiter, dann geradeaus. An der nächsten größeren Kreuzung folgen wir der Beschilderung Richtung Elbingerode nach links. Dann geht es immer geradeaus weiter, bis wir auf die Ausschilderung zum Schaubergwerk Büchenberg treffen. Unsere Route nach Blankenburg führt uns geradeaus weiter. Zuvor ist das Schaubergwerk einen Abstecher wert. Hier, im Büchenberger Erzrevier, wurde seit dem 13. Jahrhundert Erz abgebaut. 1936 wurde das Eisenbergwerk Büchenberg angelegt und informiert heute als Schaubergwerk interessierte Besucher über die Entwicklung des Bergbaus am Büchenberg. Zu sehen sind Fördergeräte und andere Bergbaueinrichtungen aus den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Wenn wir unserer eigentlichen Route folgend geradeaus gewandert sind, kommen wir bald an eine Straße. Diese überqueren wir und folgen ihr bis nach Engerode bzw. zum Eggeröder Brunnen. Das ist die älteste (956) noch bewohnte Siedlung des Mittelharzes. Es handelte sich früher um eine Hütten- und Bergbausiedlung – für mittelalterliche Verhältnisse sogar um ein „Industriezentrum“. In der Siedlung biegen wir nach rechts ab (in die Straße mit dem Schild „Einfahrt verboten“). Auf dem Schotterweg wandern wir durch die Siedlung hindurch. Wir biegen links ab und dann gleich wieder links, dem Weg bergab folgend (Beschilderung Richtung Kloster Michaelstein bzw. Volkmarskeller). Nachdem uns der Weg einige Zeit bergab geführt hat, liegt linker Hand eine Rastmöglichkeit und ein kleiner Teich. Dahinter haben wir die Möglichkeit, nach links einen Abstecher zum Volkmarskeller zu machen. Dabei handelt es sich um eine natürliche Karsthöhle mit künstlichen Erweiterungen und ehemals hochmittelalterlichen Einbauten. In einer Schenkungsurkunde König Ottos von 956 an das Reichsstift Quedlinburg ist für diesen Ort eine Michaelskirche erwähnt. Daraus entstand ab 1146 über der Höhle das Zisterzienser-Kloster Michaelstein, welches jedoch bis 1167 an seine jetzige Stelle vor den Toren Blankenburgs verlegt wurde. Auf dem Volkmarskeller befindet sich heute noch die Ruine einer mittelalterlichen Kapelle.
Zum Kloster Michaelstein biegen wir im Gegensatz zum Volkmarskeller nicht nach links, sondern nach rechts ab. Der Weg führt stetig bergab. Während wir seit der Abbiegung zum Schaubergwerk primär durch Fichtenwälder gewandert sind, umgeben uns ab hier (überwiegend) Buchenwälder. An der nächsten Abbiegung wandern wir auf dem Schotterweg weiter bis zum Kloster. Wir befinden uns immer noch auf dem Weg deutscher Kaiser und Könige. Auf der rechten Seite sehen wir schon die ersten der von Mönchen im Klostergrund angelegten Fischteiche. Diese sind Teil einer der modernsten Forellenzuchtanlagen Europas. Gleich sind wir am abschließenden Highlight unserer Wanderung angekommen. In einem ehemaligen Zisterzienser-Kloster befindet sich hier vor den Toren der Stadt Blankenburg die Stiftung Kloster Michaelstein. Diese Landesstiftung ist eine Weiterbildungs- und Forschungsstätte für musikalische Aufführungspraxis von europäischem Rang und internationaler Bedeutung. Das Musikinstitut Michaelstein ist darüber hinaus einer der wichtigsten Konzertveranstalter im Südwesten Sachsen-Anhalts. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble der gut erhaltenen Klosteranlage vereint alle Stilepochen von der Romanik über die Gotik bis hin zu Renaissance und Barock. Zudem bietet sich hier die Möglichkeit, eine der verschiedenen Einkehrmöglichkeiten zu nutzen, um die Wanderung gemütlich ausklingen zu lassen.
Um zur Bushaltestelle zu gelangen, biegen wir rechts ab, gehen durch den zur Klosteranlage gehörenden Turm/Torbogen hindurch, geradeaus über das Gelände und biegen links ab. Dann können wir der Straße bis zum Kreisverkehr folgen, wo wir rechts die Bushaltestelle finden, um zurück nach Wernigerode zu fahren.
Hinweis
Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn:- Direktverbindung ab Hannover nach Wernigerode, via Hildesheim, Vienenburg, Ilsenburg
- Direktverbindung ab Halle (Saale) nach Wernigerode, via Aschersleben, Halberstadt
- Verbindungen über Magdeburg nach Wernigerode
Bus in/nach Wernigerode:
- Buslinien der Harzer Verkehrsbetriebe (HVB) erschließen die gesamte Region
- alle Stadtlinien der HVB halten am Rendezvous unweit des Marktplatzes
Bus von Blankenburg nach Wernigerode:
- Linie 253 der Harzer Verkehrsbetriebe von der Haltestelle "Waldmühle" in Blankenburg bis zum Wernigeröder Bahnhof
Anfahrt
- aus Richtung Norden:über die A395 bis Vienenburg, dann weiter auf der B6, Ausfahrt Wernigerode Nord oder Zentrum
- aus Richtung Osten:
über die B6 bis Wernigerode Zentrum oder Nord
- aus Richtung Westen und Richtung Süden/Hessen, Baden-Württemberg, Bayern:
über die A7 Abfahrt 66/Rhüden, weiter auf der B82 und B6 nach Wernigerode Abfahrt Nord oder Zentrum
- aus Richtung Süden/Erfurt:
über die B81 Richtung Blankenburg, ggf. an der Rappbodetalsperre links ab Richtung Rübeland/Elbingerode, und von dort weiter über B244 nach Wernigerode
Parken
in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz befinden sich:
- Parkhaus "Weißer Hirsch", Mittelstraße
- Parkhaus "Gothisches Haus", Klintgasse
Koordinaten
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Ausrüstung
Bequemes Schuhwerk und witterungsangepasste Kleidung.Statistik
- 6 Wegpunkte
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