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Fernwanderweg empfohlene Tour

Die große Gran Canaria Tour - Von Süden nach Norden

· 9 Bewertungen · Fernwanderweg · Gran Canaria
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Tino Knoche 
  • Die letzte Fahrt
    Die letzte Fahrt
    Foto: Tino Knoche, Community
m 2000 1500 1000 500 -500 100 80 60 40 20 km
Eine tolle Trekkingtour für die europäischen Wintermonate - die komplette Inselquerung von Süd nach Nord in 6 Tagen - auch als 5 Tagesvariante machbar.  Der wüstenhafte Aufstieg im Süden, die höchsten Punkte der Insel, die nebligen Hochwälder der Tamadaba - auf dieser Route hat man die Chance alles zu sehen.
mittel
Strecke 104,6 km
42:00 h
4.554 hm
4.617 hm
1.932 hm
37 hm

Die Einzeltracks findet ihr hier:

https://www.dropbox.com/sh/1qvl5d3x0o31ytq/AADktT9mDSupoOE5Gly8l4F1a?dl=0

Die Durchwanderung der Insel Gran Canaria ist eine Tour die man sehr gut mit Zelt begehen kann. Unterwegs findet man zwar keine Brunnen oder Quellen, dafür aber immer mal kleine Shops, fahrende Händler und an den Zeltplätzen fließend Trinkwasser. Die Aufteilung unserer Tagesetappen sah wie folgt aus:

  • 1. Tag: San Fernando bis Forststation Tirajana: 21,8km / 1220Hm auf / 300Hm ab
  • 2. Tag: Forststation Tirajana bis Presa las Ninas: 18,0km / 850Hm auf / 960Hm ab
  • 3. Tag: Presa las Ninas bis Campamento Garanon: 15,3km / 1340Hm auf / 550Hm ab
  • 4. Tag: Campamento Garanon bis Llanos de la Pez: 15,4km /640Hm auf / 802Hm ab
  • 5: Tag: Llanos de la Pez bis Llanos de la Mimbre: 22,9km / 940Hm auf / 1440Hm ab
  • 6. Tag: Llanos de la Mimbre bis Agaete: 10,9km: 100Hm auf / 1230Hm ab

Wir sind nicht am Strand von Maspalomas sondern schon etwas weiter oben in San Fernando am Stadtrand gestartet, weil wir uns die ca 2km durch die Stadt sparen wollten...Geschmackssache.

Die erste Tagesetappe führt durch fast schattenloses, wüstenartiges Gelände und unbequeme trockene Bachläufe hinauf bis auf 1000m. Am zweiten Tag führt der Weg uns zuerst durch Wälder auf eine Hochebene, dann etwas technisch bergab vorbei an den 3 Stauseen von Soria. Von dort geht es am dritten Tag weiter durch kanarische Kiefernwälder, vorbei am Roque Nublo in die grünen Hochgebiete im Inselinnern. Der Aufstieg zum Pico de las Nieves mit einer anschließenden Tour durch die Nebelverhangenen Hänge im Gebiet der Hoya de Gamonal ist im Prinzip eine Rundtour. Man kann diese auch auslassen und so einen Tag sparen. Der fünfte Tag führt uns über Cruz de Tejada auf das meiner Meinung nach schönste Wegstück nach Artenara, der höchstgelegenen Siedlung Gran Canarias. Sowohl der Weg als auch die Siedlung sind toll. Die zweite Hälfte des Tages geht es nochmals bergauf zum Tamadaba zum Zeltplatz direkt an der Steilwand. Der sechste Tag ist der letzte, es geht bergab nach Agaete, vielleicht Fisch und Bier genießen und dann bequem mit dem Bus zurück nach Las Palmas.

Autorentipp

Die Einzeltracks findet ihr hier:

https://www.dropbox.com/sh/1qvl5d3x0o31ytq/AADktT9mDSupoOE5Gly8l4F1a?dl=0

Hier die Webseite der Busgesellschaft mit allen Linien:

Die Webpräsenz der Inselverwaltung - hier füllt man die Formblätter für die Zeltplätze aus:

Man füllt das Formular aus, muss dann aber noch persönlich zum "Bürgeramt" nach Las Palmas um die Scheine dort zu unterschreiben und mitzunehmen. Unsere Erfahrung: wir haben auf vier Plätzen übernachtet und wurden einmal kontrolliert, wenn das passiert muss man allerdings den Platz räumen, was nach Einbruch der Dunkelheit oder superfrüh morgens richtiger Mist ist...

Bis auf die erste Übernachtung ist immer möglich auf offiziellen Zeltplätzen zu schlafen - man hat Wasser und Toiletten zur Verfügung (hier und da gibt es auch einen Kiosk). Die erste Übernachtung liegt noch nicht im Nationalpark und wenn man sich vorsichtig und umsichtig verhält (kein Feuer!) sollte es keine Probleme geben.  Wem das zu unsicher ist, der wählt vielleicht eine etwas östlichere Route von San Fernando Richtung Fataga, dort gibt es ein Hotel - um dann am nächsten Tag über den Dellogada de la Manzanilla wieder auf die Tour zu stoßen.

Die Übernachtungsplätze Camping Garanon und Llanos de la Pez liegen quasi direkt nebeneinander. Wir hatten uns in einer Nacht für den Bezahl-Campingplatz entschieden, weil wir Lust auf warme Duschen hatten. Man schläft dort in Holzbungalows ohne Strom und zahlt mit Frühstück ca 15 Euro. Am besten man meldet sich vorher an, in der Saison ist hier wohl immer viel Betrieb.

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.932 m
Tiefster Punkt
37 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Gerade die erste Etappe ist sehr einsam und lang - immer genügend Trinkwasser dabei haben!

Start

San Fernando / Playa del Ingles (100 m)
Koordinaten:
DD
27.772349, -15.582176
GMS
27°46'20.5"N 15°34'55.8"W
UTM
28R 442638 3072120
w3w 
///vielzahl.drin.markierstift
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Ziel

Agaete

Wegbeschreibung

1. Tag: San Fernando bis Forststation Tirajana

Oberhalb von San Fernando die Autobahn überqueren, über den Kreisverkehr, kurz danach links von der Haupstraße abbiegen. Dieser Straße bis zu einem einsamen Haus folgen, dort überquert man ein trockenes Flussbett in dem es dann weiter geht. Nach ca 8km biegt man links den Berg hinauf und passiert etwas später ein Autowrack. Der Straße nach oben folgend gelangt man zu einer besseren Piste der man links folgt bis zum Stausee im nächsten Dorf. Nach der Staumauer der Straße nach links folgen Richtung Tunte. Die zweite Staumauer überqueren und ab da dem S-57 (Gelb) folgen. Nach ein paar Kilometern kommt eine Kreuzung. Rechts gehts Richtung Tirajana, geradeaus zu unserer Zeltstelle.

2. Tag: Forststation Tirajana bis Presa las Ninas

Die Forststation hinter sich lassen, der breiten Piste bergauf folgen bis zu einer Kreuzung mit Tempo 20 Schild. Links abbiegen, bis zum Dellogada del dinero. Ab da dem S60 Richtung Soria folgen. Weiter geht es über Dellogada de Llano Hidalgo und Dellogada del Sordo. dort rechts Richtung Soria. Nach einer Weile gelangt man zu einem Wasserbecken, nicht links der Straße folgen sondern rechts am Becken vorbei und nach unten Richtung Stausee dem Fallrohr folgen. Über die Staumauer, rechts halten zur zweiten Staumauer. In dem kleinen Dorf gibt es eine gute Bar, Unterkunft und einen kleinen Laden. Nach rechts aus dem Dorf hinaus, nach ca 800m zweigt der Wanderweg nach links ab. Vorbei am Cascada Bonito über den Bergkamm und dann zum Stausee Cueva de las Ninas.

3. Tag: Presa las Ninas bis Campamento Garanon

Zum Haupteingang des Zeltplatzes, dort rechts halten den Hügel hinauf. Hier gibt es viele kleine Pfade die auf eine asphaltierte forststraße führen. Links bis zum Parkplatz folgen. Am Parkplatz die straße überqueren und dem S60 nach links folgen. Man folgt einem sehr schönen, immer nach oben führendem Wanderweg durch Kanarische Kiefernwälder stets im Halbschatten bis zum Cruz las Huesitas. Dort schräg links den Wanderweg bergauf. Es gibt nur einen Weg durch dieses Berggebiet, dem folgt man bis zur Straße mit Bushaltestelle. Die Straße überqueren und dem S70 zum Roque Nublo folgen. Der S70 führt einen auch weiter an einem Parkplatz mit fahrendem Händler. Dort geht man links ein Stück Straße und biegt dann wieder ein auf den S70 richtung Garanon.

4. Tag: Campamento Garanon bis Llanos de la Pez

Vom Campingplatz aus nach links bis zur Straße, dann dem S51 Richtung Llanos de la Pez folgen. Am Platz nach rechts oben Richtung Berge abbiegen. Am Refugio Diaz Bertrana (geschlossen!) weiter S51 Richtung Pico las Nieves. Ab dem Gipfel dem S20 Richtung Siete Fuentes folgen. In Siete Fuentes folgt man einer grünen Markierung bis zu einer Art Farmgebiet. Wir habe einen kleinen abstecher auf eine Art Pilgerhügel gemacht. Davor geht es eigentlich schon dem grünen Pfeil Richtung San Mateopor nach. Nach einem Abstieg durch Nebelhänge trifft man wieder auf den Hauptweg und folgt dem S20 rechts Richtung San Mateo. Ab Hoya del Gamonal dem S21 Richtung El Nueblo folgen. Unterwegs kommt man über eine Wiesenlandschaft, dort den blauen Marken folgen. Der S21 nedet an einer Straßenkreuzung, man überquert diese und geht über den Caravanplatz (Wahnsinnsaussicht) zum Llanos de la Pez.

5: Tag: Llanos de la Pez bis Llanos de la Mimbre

Am Camping Garanon vorbei, rechts abbiegen bis zum ersten Wegweiser. Dem S50 bis Cruz de Tejada folgen, auch S21 / S85 sollten dorthin führen. Das Kreuz ist ein Zirkus, Indioschmuck, freilaufende Hühner, Kanarienvögel, fahrende Händler... Ab da dem S90 folgen über Dellogado de las Palomas Richtung Artenara. Durch den Ort, hinter der Forststation bergauf auf dem S90 Richtung Tamadaba. Ab dem Dellogada de Lala den Steinmännchen den Berg hinauf folgen. Wir gingen noch in weglosem Gelände bis zum Gipfel und dann ein Stückzurück und leicht bergab zum Zeltplatz.

6. Tag: Llanos de la Mimbre bis Agaete

Den Platz Richtung N/NO verlassen und den kleinen Pfaden folgen bis man auf den S90 trifft. Der Weg geht durchgängig bis Agaete. Unterwegs geht es an einem kleinen Stausee eng links vorbei, dann leicht rechts bis man auf den Serpentinenweg hinab trifft.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Deutschland aus fliegt man ganzjährig günstig nach Gran Canaria, vom Bahnhof aus gehen Expressbusse nach Las Palmas oder in die andere Richtung.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten an den Startpunkt zu gelangen. Von der Hauptstation San Telmo in Gran Canaria fährt man am besten mit dem Express-Bus nach San Fernando (Linie 50) oder falls man weiter unten vom Strand starten möchte bis Faro de Maspalomas.

Von Agaete aus gehen mehrmals täglich Busse nach Las Palmas oder auch Fähren auf die anderen Kanaren-Inseln.

Koordinaten

DD
27.772349, -15.582176
GMS
27°46'20.5"N 15°34'55.8"W
UTM
28R 442638 3072120
w3w 
///vielzahl.drin.markierstift
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Wir hatten dabei:

  • Zelt, Isomatten, Schlafsack - kälteste Nacht im Januar auf ca 1650m Höhe ca -3°
  • Stirnlampen - je nach Jahreszeit ist die Tageslichtdauer nämlich garnicht so lang...
  • Kocher und Proviant - man kann unterwegs auch immer wieder Brote kaufen und manchmal Warmes
  • Wanderschuhe, leichte Regensachen
  • Trekkingstöcke

Fragen & Antworten

Frage von Armin K · 12.10.2021 · Community
Hallo, in der Beschreibung werden 4 offizielle Campingplätze erwähnt. Muss man sich für diese auch eine offizielle Genehmigung besorgen?
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Antwort von Koen Verberck  · 12.10.2021 · Community
Yes, you have to register the date and with how many people you're camping in advance. The permits are personal and in 2019 you have to collect them in person too. They didn't wanted to e-mail them. Maybe, hopefully, they changed that due to covid.
2 more replies
Frage von Karin Fröhlich  · 05.10.2021 · Community
Also ich tue mir sehr schwer, die Plätze zu finden, wo ich übernachten kann u die Einzel tracks sind gelöscht.
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Frage von Eva Lang · 27.09.2021 · Community
Hallo, ist jemand seit Corona ausgebrochen ist die Tour gelaufen? Hat sich etwas geändert an der Ausstellung der Permiti oder der Versorgung auf dem Weg? Liebe Grüße
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Bewertungen

4,8
(9)
Koen Verberck 
10.04.2019 · Community
@ Anja You have to ask the permits at least 3 days before you go and you have to collect them in person. Normally in there HQ in Las Palmas, bur Arinaga is also possible. There you receive the permits in 2 copies which you have to sign. Because they give both signed copies with you, I can't understand why they can't mail them too ... Hopefullu this helps. Sorry it's in English, but my German is even worse :)
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Tino Knoche 
04.03.2019 · Community
Hallo Anja, ich konnte ein Permit auch vor Ort anmelden aber ob das generell geht oder nur Good-Will der Beamtin war kann ich nicht mit Sicherheit sagen...
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Yuno Zilla
04.03.2019 · Community
@ Leo Y. Ich kann dir hier leider keine Nachricht schreiben und deine alte Nummer scheint nicht mehr zu funktionieren. Schreib mir doch einfach mal ne Mail: rawrbike@yahoo.de Danach können wir vielleicht die Nachrichten hier löschen.
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Fotos von anderen

+ 56

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
104,6 km
Dauer
42:00 h
Aufstieg
4.554 hm
Abstieg
4.617 hm
Höchster Punkt
1.932 hm
Tiefster Punkt
37 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Von A nach B Heilklima

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