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Moor

Torfabbau im Goethemoor

Moor · Harz · 998 m
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  • Wirtshaus auf der Heinrichshöhe um 1790
    Wirtshaus auf der Heinrichshöhe um 1790
    Foto: A. Besemann, U. Lagatz
Hier stehen wir am Rande des Goethemoors, das deutlich sichtbar durch den Bau der Eisenbahngleise angeschnitten und in Teilen unwiederbringlich zerstört wurde. Erste Eingriffe in das empfindliche Moorökosystem erfolgten jedoch noch früher. Der immer deutlicher zu Tage tretende Holzmangel des Bergbaus sorgte seit den 1730er Jahren für Vorstöße der Torfstecher in das Brockengebirge. Im Goethemoor wurden ernsthafte Versuche unternommen, Torf zu gewinnen und zu trocknen, damit er als Brennstoff taugte. Die Ergebnisse müssen zunächst optimistisch gestimmt haben, befanden sich doch 1749 insgesamt sieben Torfwerke in der Brockengegend im Betrieb. Zeitzeugen berichten von den mühsamen und langwierigen Trocknungs- und Verkohlungsprozessen, um aus dem nassen Rohstoff Brennmaterial zu gewinnen. Zuerst wurden die ausgestochenen Torfbrote im Freien gelagert, um sie abtropfen zu lassen. Anschließend kamen sie über die Sommermonate zur weiteren Trocknung in eigens dazu errichtete luftige Torfhäuser. Zum Abschluss entzog man den einzelnen Torfpaketen in speziell dafür konstruierten Öfen das sogenannte "Theerwasser", das als Schmiermittel Verwendung fand. Lange währte der Torfabbau im Brockengebiet aber nicht. Bereits 30 Jahre später gab man einige Torfstiche wieder auf. Die Schwierigkeit, den Torf im regenreichen Hochharz zu trocknen und die langen Transportwege zu den Hüttenwerken ließen das Unternehmen scheitern. Am längsten lief der Betrieb auf der nahen Heinrichshöhe. Die Torfgewinnung legte die Grundlage für die touristische Erschließung des Brockengebietes. Die mühsam gewonnenen Torfprodukte mussten zu den Hütten in Schierke, Ilsenburg und weiteren Orten gebracht werden. Gleiches gilt auch für die Holz- und Kohlenabfuhr. Umgekehrt mussten Lebensmittel zu den Torfarbeitern gebracht werden. Diese Transportleistungen konnten nicht mehr zu Fuß mit der Kiepe erbracht werden. Wagentaugliche Wege wurden angelegt. Von diesen profitierten genauso gut die Harzreisenden. Ab Wernigerode mussten damals 8 Taler für eine Brockenfuhre mit dem Vierergespann berappt werden, da nur wenige Fuhrleute die notwendigen hochachsigen Wagen besaßen.

Koordinaten

DD
51.793889, 10.605885
GMS
51°47'38.0"N 10°36'21.2"E
UTM
32U 610747 5739334
w3w 
///frühester.forschte.entschloss
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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von Harzer Tourismusverband,   Harz: Magische Gebirgswelt

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