Tour hierher planen
Berggipfel

Wolfswarte

Berggipfel · Harz · 900 m
Verantwortlich für diesen Inhalt
Harz: Magische Gebirgswelt Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Foto: S. Weber, Harz: Magische Gebirgswelt
Mit einer Höhe von 927 m ist der Bruchberg der dritthöchste Berggipfel im Harz. Die Wolfswarte mit ihren schroffen Felsklippen aus Quarzit ist mit 918 m zwar nicht der höchste Punkt des Bergmassivs, aber sie zählt zu den schönsten Aussichtsfelsen im Nationalpark. Eine Harzsage gibt Hinweise auf ihren Namen. Lauschen Sie dem alten Schauermärchen: "Am Bruchberge und besonders in einer bestimmten Gegend desselben waren früher so viele Wölfe, dass, wer dort übernachten musste, auf die Klippe, die deshalb Wolfswarte genannt wird, sich begab und dort ein Feuer anzündete sie zu verscheuchen. Einstmals kohlte ein Köhler unweit der Wolfswarte, der erwartete von Sonnabend bis Sonntagmorgen seine Frau, welche ihm Lebensmittel bringen sollte. Da sie auch am Sontag Morgen nicht kam, so wollte er Ihr entgegen gehen da begegnete Ihm ein Wolf, der hatte die Schnauze voll roter Fasern, die waren von dem rothen Rocke der Köhlersfrau welcher er etwas weiterhin zerfleischt und getötet hatte. Zuletzt wurden die Waldungen am ganzen Bruchberge wegen der reißenden Thiere, besonders der Wölfe abgebrannt und dass ist der Grund weshalb er noch jetzt an vielen Stellen so kahl ist". Mittelalterliche Sagen wie diese, haben das schlechte Image des Wolfes festgeschrieben und durch die Jahrhunderte getragen. Kriege, Seuchen und Hungersnöte prägten das Zeitalter – und der Wolf musste als Bedrohung des Menschen herhalten. Auch wurden Wölfe damals als Konkurrenten um das "hohe Wild", das dem König zusteht, gesehen. Im Harz waren Bär, Wolf und Luchs bis ins 18. Jahrhundert hinein zu Hause. Besonders der Wolf war unbeliebt, kam er doch auf die Höfe und Weiden und holte sich das Vieh. Im unteren und mittleren Harz, wo Schafe, Kühe und braune Harzziegen ihre Weiden hatten, waren die Wölfe für die Menschen eine Plage. Dabei wurde das Selketal im Unterharz besonders schlimm heimgesucht. Da ersannen die Bauern eine Strategie, sich zumindest von einem Teil der Wölfe zu entledigen. Auf einer Anhöhe errichtete man ein festes Bauwerk und ringsum Wolfsgruben. Man nannte diese Anlage Wolfskuhle oder Wolfswarte. In den Wolfskuhlen – den Fallgruben – wurde das Luder ausgelegt. Das Luder bezeichnet in der Jägersprache ein totes Tier, das zum Anlocken von Raubtieren verwendet wird. Die Wölfe fielen dann in die Wolfsgruben und wurden erschlagen. In mondhellen Nächten legten die Jäger das Luder auf freie Plätze und erlegten die Wölfe dann aus ihrem Hinterhalt, der Wolfswarte. Zu jener Zeit gab es Kopfprämien für jeden erlegten Wolf. Ähnlich verfuhr man auch mit Bären und Luchsen. Schließlich wurden die großen Raubtiere im Harz ausgerottet. 1798 wurde am Brocken der letzte Wolf erlegt und der letzte Luchs fiel Jägern im Jahr 1818 im Lautenthaler Revier zum Opfer. Um den letzten Bären war es bereits 1705 geschehen. Heute ist der Wolf – genau wie Luchs und Bär – streng geschützt und mittlerweile dabei, in Mitteleuropa wieder heimisch zu werden. Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es erste Wolfsrudel. So ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis man auf der Wolfswarte auch wieder einmal Wolfsgeheul hören kann. Sicher ruft die Rückkehr des Wolfes auch gemischte Gefühle hervor. Zu groß sind alte, tief verwurzelte Ängste, und moderne Erkenntnisse über das Leben und Verhalten können das schlechte Image des Wolfes nur mühsam aufbrechen. Dem Menschen wird der scheue Jäger kaum jemals gefährlich. In den vergangenen 50 Jahren wurden in Europa neun Todesfälle durch Wolfsattacken dokumentiert. Dagegen kommen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 20 Menschen durch Insektenstiche ums Leben. Auch Tierhalter müssen sich heutzutage keine Sorgen machen, da mögliche Verluste bei Weidetieren wie Schafen oder Ziegen von den Behörden ersetzt werden.

Koordinaten

DD
51.790327, 10.503038
GMS
51°47'25.2"N 10°30'10.9"E
UTM
32U 603663 5738786
w3w 
///ferner.steil.grober
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Empfehlungen in der Nähe

Mountainbike · Deutschland
O9 Wolfs Trail
empfohlene Tour Schwierigkeit mittel
Strecke 21,8 km
Dauer 2:00 h
Aufstieg 530 hm
Abstieg 530 hm

 Die Route führt hinauf in den Hochharz zu schönen Aussichtspunkten.

3
von VOLKSBANK ARENA HARZ / Zweckvereinbarung Mountainbike-Park Harz / c/o HARZ-Agentur GmbH / Altenauer Str. 55 (OutdoorCenter Harz) / 38678 Clausthal-Zellerfeld / Tel. 05323 982461 / info@volksbank-arena-harz.de / www.volksbank-arena-harz.de / Alle Rechte in Wort und Bild bei © Zweckvereinbarung Mountainbike-Park Harz / HARZ-Agentur GmbH. Jede Veröffentlichung bedarf der Zustimmung der Rechteinhaber.,   Harz: Magische Gebirgswelt
Mountainbike · Harz
O8 Torfhaus Tour II
empfohlene Tour Schwierigkeit mittel
Strecke 21 km
Dauer 2:00 h
Aufstieg 648 hm
Abstieg 648 hm

Die Route führt hinauf in den Hochharz zu schönen Aussichtspunkten.

3
von VOLKSBANK ARENA HARZ / Zweckvereinbarung Mountainbike-Park Harz / c/o HARZ-Agentur GmbH / Altenauer Str. 55 (OutdoorCenter Harz) / 38678 Clausthal-Zellerfeld / Tel. 05323 982461 / info@volksbank-arena-harz.de / www.volksbank-arena-harz.de / Alle Rechte in Wort und Bild bei © Zweckvereinbarung Mountainbike-Park Harz / HARZ-Agentur GmbH. Jede Veröffentlichung bedarf der Zustimmung der Rechteinhaber.,   Harz: Magische Gebirgswelt
empfohlene Tour Schwierigkeit mittel
Strecke 48,2 km
Dauer 14:15 h
Aufstieg 1.484 hm
Abstieg 1.646 hm

3
von BUND Niedersachsen e.V. in Kooperation mit / Nationalparkverwaltung Harz,   Harz: Magische Gebirgswelt

Alle auf der Karte anzeigen

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 8 Touren in der Umgebung